Eröffnung Samstag 25. April 2026 um 14 Uhr
Dauer der Ausstellung bis 31. Oktober 2026

Wolfgang Maria Reiter schreibt in seinen Werken den immer gleichen Text, der ihn seit seiner frühen Kindheit nicht mehr loslässt. Durch die ständige Wiederholung tritt der eigentliche Inhalt des Textes in den Hintergrund, die Schrift wird zum Gestaltungsmittel und das Schreiben zu einem repetitiven, meditativen Prozess. Die Bedeutung schwingt immer mit, der zentrale Inhalt der Werke ist jedoch die Form. Reiter bedient sich der fortlaufenden Linie der aneinander gereihten Buchstaben, um schreibend seine Bilder in unterschiedlichen Formaten zu gestalten. Sie reichen von Miniaturen bis zu dreidimensionalen Schriftobjekten, die er aus beschriebenem Papier faltet und formt. Wolfgang Maria Reiter schreibt mit Holzstäbchen und Tusche auf Transparentpapier. Das Schreiben wird zur Projektionsfläche von Empfindungen und Stimmungen des Künstlers, Norbert Trawöger nennt seine Arbeiten „seismografische Kalligrafien“.

Abbildung: Wolfgang M. Reiter: Zeitschrift